Sonderabdruck aus der „Altpreußischen Monatschrift”, Bd. VI, Hft. 1.Biographische Skizze zum Leben und Schaffen von Balthasar Voigt (1592-1654), der vom Verfasser als „preussischer Ovidius“ angesprochen ist (dieser Beiname wurde Voigt schon von seinen Zeitgenossen verliehen). Voigt, in Wernigerode geboren, war Schriftsteller, Lehrer und Prediger. Studierte an mehreren Universitäten, u. a. in Helmstedt und Wittenberg. Er unternahm viele Reisen, was zu seiner Zeit als unentbehrliches Element der Ausbildung junger, edel geborener Männer galt. Voigt besuchte u. a. Venedig und London. Die Zeit seiner Bildung und Reisen fiel auf schwere Geschichtsperiode, in der dreißigjähriger Krieg und Pestseuche in den deutschen Städten tobten. 1617 wurde er Schulrektor in Saalfeld. In demselben Jahr heiratete er die Tochter des Saalfelder Bürgermeisters, mit der er zehn Kinder hatte (Voigt war dreimal verheiratet). 1618 vereinigten sich Königsdorf, Schönwiese, Katznase und Jonasdorf zu einem Dorf und Voigt wurde zu ihrem Prediger ernannt. Danach wirkte er als Geistlicher in Elbing, wo er sich am Religionsstreit beteiligte, er reiste auch zum Thorner Colloquium. Literarischer Nachlas von Balthasar Voigt umfasst Gelegenheitsgedichte, Epigramme, Lieder und Predigten. Literarisch begabt war auch sein Vater (auch Balthasar), der Dramen schuf.
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Oct 3, 2018
Feb 18, 2011
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Voidius, Balthasar
Voidius, Balthasar
Pegavius, Christophorus