Das Projekt „Der Ausbau des elektronischen Informationssystems der Elbinger Stadtbibliothek. Die Ein
2009-08-28
2009 wird die Elbinger Stadtbibliothek in Rahmen des Projekts folgende Periodiken digitalisieren:

1. Elbinger Neueste Nachrichten – angeblich erschien die Zeitung vom Völkerfrühling (1848) bis zum Jahre 1915. Anfangs kam sie mit dem Titel „Altpreussische Zeitung“ heraus. Die Zeitschrift war ein Presseorgan der Elbinger Demokraten. Sie zählte 4 Seiten und erschien von Montag bis Sonntag; die Auflage erreichte die Menge von 11000 Exemplaren. In der Zeitung veröffentlichte man aktuelle Nachrichten aus der Welt sowie Lokalmeldungen und Nachrichten von Marienburg und Osterode, wo sich die Filialen befanden. Eine wichtige Rolle spielten die im Periodikum gedruckten Werbungen, Ansagen der Theatervorstellungen und Konzerte. Einmal in der Woche wurde die Sonderbeilage „Tägliche Unterhaltungsbeilage”, beigefügt, in der die Leser  einen Folgeroman lesen und sich mit literarischen Ansagen vertraut machen konnten.

2. Freie Presse – begann 1925 zu erscheinen . Die Zeitschrift wurde an die in der Stadt und im Elbinger Kreis wohnenden Befürworter der Sozialdemokratie gerichtet. Anfangs kam das Periodikum nur einmal wöchentlich heraus, seit dem Jahre 1927 erschien es schon – infolge der wachsenden Bedeutung der Zeitung – jeden Tag. Die Redaktion benutzte die Artikel von der „Königsberger Zeitung“ und der Berliner Zeitung „Konzentration“. Im Februar 1933 hörte  die Zeitung auf zu erscheinen und gegen die Redakteuren wurden Repressalien ergriffen.

3. Elbinger Zeitung und Elbinger Anzeigen – die wichtigste der Elbinger Zeitschriften. Seit Dezember 1824 erschien die Zeitung mit dem Titel „Elbinger Anzeigen“, anfangs zweimal wöchentlich. Die Anfangsauflage betrug 800-1200 Exemplare, um vor dem ersten Weltkrieg bis 24000 zu steigern. Seit dem ersten Dezember 1834 wurde die Zeitung mit dem veränderten Titel – „Elbinger Zeitung“ herausgegeben (der alte Titel wurde im Vortitel behalten). Neben der in Danzig veröffentlichten Periodiken war „Elbinger Zeitung“ die einzige Schrift von überlokalen Bedeutung in der ganzen Provinz Westpreußen. „Elbinger Zeitung“ war ein Presseorgan der Elbinger Konservativen. Sie enthielt Nachrichten aus der Welt der Kultur, Wissenschaft und Unterhaltung. Das Layout der Zeitung war typisch für damalige deutsche Zeitschriften. Auf der ersten Seite fand der Leser einen Leitartikel  und politische Meldungen. Für lokale Nachrichten wurde die dritte und vierte Seite bestimmt, nur in besonderen Fällen gelangten die Elbinger Angelegenheiten auf die erste Seite. Die zwei letzten Seiten enthielten Werbungen für Dienstleitungen oder Waren verschiedener Unternehmen und Angaben zu den in der Stadt tätigen Institutionen sowie Berichte über wichtige lokale Ereignisse. In der Zeitung druckte man systematisch Folgen eines Romans, veröffentlichte aktuelle Börsennotierungen und berichtete von  den kulturellen Veranstaltungen in der Stadt. Der Leser konnte auch Gerichtsmeldungen, Sportnachrichten und seit der zweiten Hälfte der zwanziger Jahren auch Radioprogramme finden. In den Jahren 1885-1895 erschien die Zeitung von Dienstag bis Sonntag und zählte 6 bis acht Seiten. Sonntags erschien übrigens eine Sonderbeilage „Sonntags-Beilage“, so dass der Umfang des Periodikums bis 12 Seiten steigerte. „Elbinger Zeitung“ war ein Monopolist im Bereich der Gestaltung der öffentlichen Meinung sowohl in der Stadt als auch im Elbinger Kreis.
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