Ausbau der Infrastruktur der Elbinger Internetbibliothek
2010-07-14
2010 führt die C. K. –Norwid - Bibliothek in Elbing das Projekt Ausbau der Infrastruktur der Elbinger Internetiblithek aus, das mit Geldmitteln des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe subventioniert wird. Der Zweck des Projekts ist der Ausbau der Digitalinfrastruktur der Bibliothek. Aus Rücksicht auf die Effektivität der bisher durchgeführten Digitalisierungsarbeiten, muss die Bibliothek Fassungsvermögen der Geräte zur Datenaufbewahrung erweitern und gleichzeitig ihre Sicherheit stärken.

Zur Zeit ist die seit Juni 2008 bestehende Elbinger Internetiblithek dreizehnte Bibliothek in der Hinsicht der Menge der eingetragenen Publikationen (nach der Einstufung der Föderation der Digitalbibliotheken).  In einem Zeitraum von vier Jahrhunderten wurden in der Elbinger Bibliothek Bestände vom historischen Wert (55 000 Volumina) angesammelt. Dazu gehören einzelne in Polen aufbewahrte Exemplare der Pressetitel aus den Jahren 1800-1941. Seit 2000 werden sie schrittweise digitalisiert und kostenlos allen einheimischen und ausländischen Internerbenutzern mittels des d’Libra-Systems zur Verfügung gestellt (die Urheberrechte für diese Publikation erlöschten).

In Rahmen des Projekts erwarb man u. a. folgende Geräte zur Massenaufbewahrung und Veröffentlichung der Daten: d’Libra-Server, Netzfestplattenlaufwerke vom gesamten Fassungsvermögen von 48 TB, Serverschrank, switch gigabit 24 porty, Spezialklimaanlage zu den Räumen, wo Server und Netzfestplattenlaufwerke aufbewahrt werden. 2010 hat die Elbinger Bibliothek vor, online kostenlos 2.773 Nummern der einzigartigen Regionalpresse aus den Jahren 1884-1941 für alle Internetbenutzer zugänglich machen. Alle Presseexemplare werden  dauernd in der Verlustfreien Transformations-AudioKomprimierung aufbewahrt.

Digitalisiert werden folgende Pressetitel:

•    Altpreussische Zeitung – war das Presseorgan der Elbinger Demokraten. Die Zeitung zählte 4 Seiten (enthielt auch Beilagen); erschien von Montag bis Sonntag. Die Auflage erreichte 11.000 Exemplare. Veröffentlicht wurden aktuelle Nachrichten von Inland und Ausland, lokale Nachrichten, Mitteilungen aus Marienburg und Osterode, wo die Zeitung ihre Zweigstellen besaß. Viel Platz nahmen in Anspruch Werbungen, Anzeigen, Theater- und Konzertankündigungen. Leser sollten auch von den Beilagen zu der Zeitung angezogen werden, u. a. vom Hausfreund. Tägliche Beilage zu der „A. Z.“ und Illustrierten Unterhaltungsblatt,  in dem literarische Ankündigungen und Folgen eines Romans erschienen

•    Elbinger Jahrbuch. Das von der Elbinger Altertumsgesellschaft in den Jahren 1919 – 1941 herausgegebene wissenschaftliche Periodikum. Enthielt Artikel aus dem Bereich der Geschichte, Archäologie, Ethnographie und Kultur, obwohl es manchmal auch Artikel aus anderen Wissenschaftszweigen vorkamen. In manchen Nummern publizierte man auch Sonderartikel zu verschieden Gelegenheiten (Jubiläumsartikel, Widmungen etc.) und Berichte aus der Tätigkeit der Gesellschaft.

•    Elbinger Tageblatt – die Auflage dieser Tageszeitung erreichte 1928 etwa 7 tausend Exemplare. Chefredakteur und Verleger war Alfred Seifert. Bis 1933 lautete der vollständige Titel „Elbinger Tageblatt. Tolkemiter Stadtblatt, später Elbinger Tageblatt. Westpreussische Rundschau. Tolkemiter Stadtblatt“. Die Zeitung besaß Beilagen: Elbinger Erzähler und Elbinger Heimatblatt, in dem man Artikel, Gedichte usw. über Elbing und Elbinger Gegend veröffentlichte.  In der Anfangsperiode ihres Bestehens umfasste die Zeitung 4 Seiten, danach zählte sie acht Seiten, die Wochenendeausgabe wurde um Unterhaltungsbeilage ergänzt. Seit dem Beginn der dreißiger Jahren kamen immer häufiger Fotos vor. Die in der Zeitung veröffentlichten Artikel waren dem Nationalsozialismus wohlgesinnt, antisemitische Artikel kamen auch vor. Eine Vertriebstelle des „Elbinger Tageblatts“ gab es auch in Stuhm. Unter allen westpreussischen Zeitungen war „Elbinger Tageblatt“ den Polen gegenüber am feindlichsten.

•    Westpreussische Zeitung. Die erste Nummer dieses Propagandapresseorgans der NSDAP erschien am 1. November 1933. In den ersten Monaten wurde die Zeitung von 3.000 bis 4.000 Personen abonniert. In den nächsten Jahren ließ sich wachsende Tendenz merken, 1936 hatte die Zeitung schon 15. 000 Leser. Im Jahre 1939 betrug die Auflage fast 24.000 Exemplaren und so stand „Westpreussische Zeitung“ nur der „Elbinger Zeitung“ nach. Trotz der Bemühungen geling es der Zeitung nicht die führende Position zu erobern. Dazu trug auch nicht besonders anziehende Redigierungsweise bei. Die Zeitung war aber von den lokalen Behörden auf ziemlich unverhüllte Weise bevorzugt. Der erste Chefredakteur wurde Hermann Jungreuthmaye, seine Nachfolger waren Robert Burnus, Horst Düring, Reinhard Thimm. In der letzten Zeitspanne wurde die Zeitung von Carl-Hermann Vogt geleitet.Während des Krieges litten alle Elbinger Periodiken unter den mit der Papierrationierung verbundenen Schwierigkeiten. Seit dem ersten April 1943 begann statt der „Elbinger Zeitung“ und der „Westpreussischen Zeitung“ nur  eine Zeitschrift  mit dem Titel „Neue Elbinger Zeitung“ zu erscheinen (Anfang Februar 1945 hörte die Zeitung auf zu erscheinen).

Das Projekt wird mit Geldmitteln des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe subventioniert. Das Operationsprogramm –Digitalbestände. Digitalisierung der Bibliotheksmaterialien. Die Gesamtkosten betragen 173.8000 Zloty.

Wir verwenden Dateien durch die Cookie-Qualitätsverbesserungsschicht unserer Website. Für weitere Informationen, lesen Sie bitte das Dokument